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Mystisches Kraut der Weiblichkeit: Frauenmantel

28.03.2022

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Schon der Volksmund weiß, dass für jeden Anwendungszweck „ein Kraut gewachsen“ ist. Daneben ranken sich um manche in der Volksmedizin verwendeten Kräuter auch allerlei abenteuerliche Geschichten und Legenden, die entweder mit ihren Eigenschaften zu tun haben, oder aber eine, zu vergangenen Zeiten natürlich noch nicht wissenschaftlich überprüf- und belegbare Erklärung ihrer Wirkung versuchen.

Ein Kraut, das besonders wegen seiner Wirksamkeit, aber auch den Geschichten, die es darüber gibt, zu begeistern weiß, ist der Frauenmantel. Schon der lateinische Name Alchemilla ist hier der erste Hinweis: Die charakteristischen Tautropfen (die eigentlich aus dem Blattinneren kommen) auf den Blättern der Pflanze gaben den Alchemisten der vergangenen Jahrhunderte große Rätsel auf. Daneben gibt es aber noch viel weiteres Interessantes über diese in ganz Europa verbreitetet Pflanze zu berichten, und einiges davon stellt Ihnen unser Kräuterhotel Hochzillertal in Kaltenbach heute vor:


Tränen und Frauenleiden

Die mysteriösen Tropfen haben in den Legenden noch weitere Erklärungen.
Eine besonders tragische davon ist, dass es die Tränen der Fruchtbarkeitsgöttin Freya sind, die vergossen wurden, als ihr geliebter Gemahl in die Schlacht zog. Und die Fruchtbarkeitsgöttin ist auch eine gute Überleitung zur medizinischen Verwendung des Frauenmantels. Zwar kann dieser Tau nicht die Jugend der Frau ewig erhalten, auch wenn er in einer Mainacht bei Vollmond eingesammelt wird. Nackt und allein (als Zeichen der Reinheit), wie in den Geschichten beschrieben, müssen Sie dabei auch nicht sein. Doch die Unterstützung bei typischen „Frauenleiden“ ist alles andere als nur eine Legende. Bei Hormonschwankungen (etwa in den Wechseljahren, bei Menstruationsproblemen oder bei unerfülltem Kinderwunsch) wirkt das Kraut regulierend und ausgleichend auf den Hormonhaushalt der Frau und kann, regelmäßig als Tee oder Tinktur eingenommen, erstaunliche Verbesserung erzielen. Die Pflanze ist auch der Jungfrau Maria geweiht; ob dies mit der Reinheit des Taus oder Marias eigener ungewöhnlicher Empfängnis zu tun hat, ist hingegen nicht vollständig überliefert.

Im Mittelalter glaubte man auch, wenn nach der Stillzeit Frauenmantel auf die Brüste aufgelegt würde, würden diese wieder voll und straff werden wie zuvor. Ganz stimmt das zwar nicht, jedoch haben die enthaltenen Bitterstoffe durchaus adstringierende Wirkung, nur leider nicht im benötigten Maß bei äußerer Anwendung. Was diese Bitterstoffe aber dafür können, ist beim Verzehr ausgleichend und reinigend auf Magen und Darm zu wirken und Verdauungsbeschwerden zu lindern.


Verwendung in der Küche

Der Verzehr ist übrigens nicht nur zu medizinischen Zwecken empfohlen.
Die säuerlich-bittere Note macht junge Frauenmantelblätter perfekt als Zugabe für jeden Salat. Auch in anderen Gerichten kann der Frauenmantel durchaus glänzen; in unserem prämierten Hotelrestaurant Liebstöckl aromatisieren wir z.B. Zillertaler Heumilchbutter mit Frauenmantel und servieren diese schmackhafte braune Butter dann zu unserer Brixlegger Forelle „Müllerin“.

Wenn auch Sie die Vorzüge des Frauenmantels nutzen wollen, ist das gar nicht schwer: Wie eingangs erwähnt ist er in großen Teilen Mitteleuropas stark verbreitet und besonders häufig an feuchten Wiesen oder an halbschattigen Hängen zu finden. Besonders bei uns in den Bergen Tirols sind größere Wildbestände oft anzutreffen. Ernten können Sie die jungen Blätter im Frühjahr und die Blüten von Mai bis August.

Noch mehr Tipps und Tricks zu unseren heimischen Alpenkräutern, und natürlich einen traumhaften Urlaub ganz im Zeichen der Kräuter, gibt es direkt bei uns im Zillertal, im Kräuterhotel Hochzillertal!

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