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Der Hochzillertal-Jahreskalender der Kräuter: Wann können Sie welche Bergkräuter sammeln?

31.03.2021

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Die Natur beschenkt uns das ganze Jahr mit diversen Kräutern und Pflanzen, die entweder nähren und stärken, mit hochwertigen Inhaltsstoffen versorgen (und dabei auch vor Krankheiten schützen) oder schlicht und ergreifend gut schmecken! Doch können Sie leider nicht einfach vor die Tür treten und beliebig Kräuter ausrupfen; jeder Monat des Jahres hat seine bestimmten Pflänzchen, die man zu gewissen Zeitpunkten am besten ernten sollte. Abgesehen von der professionellen Zucht im ganzjährig temperierten Gewächshaus müssen Sie also wissen, was wann blüht oder reif ist, um in den vollen Genuss der Rundum-Kräuterversorgung das ganze Jahr zu kommen. Woher diese Informationen aber nehmen?

Nun, ganz einfach: Aus dem großen Kräuter-Wissensschatz unseres Kräuterhotels Hochzillertal in Kaltenbach! Lesen Sie weiter und entdecken Sie anhand des umfangreichen Kräuter-Jahreskalenders von Hotelchefin Elke, welches Kraut Sie zu welcher Zeit ernten und verwenden (oder verarbeiten und lagern) können!

Der Kräuter-Kalender

Je nach Jahreszeit schenkt uns die Natur verschiedene Kräuter; nach dem harten Winter kräftigende, nährende Pflanzen, kurz vor der kalten Jahreszeit solche, die das Immunsystem stärken und dergleichen mehr. Bevor wir uns an die „richtige“ Aufschlüsselung nach Monaten machen, hier noch einige Tipps für all jene, die beim Sammeln oder Anbauen auch auf den Mondkalender achten:

Mond in den Feuerzeichen (Widder, Löwe, Schütze) sind Fruchttage: An diesen Tagen sollten sämtliche Arbeiten mit Fruchtpflanzen vorgenommen werden; dazu zählen neben gängigen Früchten u. a. Tomaten, Gurken, Erbsen, Zucchini, Bohnen und Kürbis.

Mond in den Erdzeichen (Stier, Jungfrau, Steinbock) sind Wurzeltage und sollten Wurzelpflanzen wie Kartoffeln, Karotten, Radieschen, Rettich, Rüben und Zwiebeln gewidmet werden.

Steht der Mond in den Luftzeichen (also Zwillinge, Waage und Wassermann) herrschen Blütentage; Blütenpflanzen wie selbstverständlich Blumen u.ä., aber auch Raps, Lein oder Brokkoli und Blumenkohl spielen hier die Hauptrolle.

Mond in den Wasserzeichen schließlich sind Blatttage: Blattpflanzen wie Salate, Spinat, diverse Kohlarten und alle Blattkräuter sollten an diesen Tagen ins Rampenlicht rücken.

 

Nun aber zum eigentlichen Kräuterkalender! Die besten Ernten für jeden Monat sind:

Jänner: die Schlehdornbeere.
Achtung: leicht mit Weißdorn zu verwechseln! Im Gegensatz zu diesem erinnern die Früchte der Schlehe jedoch in der Farbe an winzige Pflaumen. Werden die Beeren vor dem Frost geerntet, schmecken sie sehr herb.

Februar: Im Februar gibt es wenige erntebereite Pflanzen; Sauerampfer und Gundermann zeigen bereits erste Blätter und können dementsprechend bereits Salate bereichern.

März: Schlüsselblumen –wer hat diese Blüten nicht als Kind schon bei Husten als Tee von Mama bekommen – und Brennnessel finden im März den Weg zu uns. Die jungen Blätter der letzteren sind sehr mineralstoffreich, ein guter Start in den Frühling!

April: Ab April bereichert die Brunnenkresse jeden Wildkräutersalat oder Aufstrich, und hilft zudem auch gegen Frühjahrsmüdigkeit. Auch der Bärlauch, das wohl leckerste (und gesündeste) Frühjahrskraut, sowie Liebstöckel und Huflattich haben jetzt Saison.

Mai: stärkende, gegen diverse Leiden helfende Tees wie Frauenmantel und Brombeerblätter, aber auch die Petersilie können im Mai geerntet werden. Dazu noch „des Wanderers Erste Hilfe“, der Spitzwegerich. Haben Sie sich in der freien Natur einmal verletzt und weder Pflaster noch Desinfektionsmittel dabei, hilft es, ein paar Spitzwegerich-Blätter zu zerkauen und auf die Wunde aufzulegen. Mit einem unzerkauten Blatt kann man das Ganze bedecken und fördert so die Heilung.

Juni: Holunderblüten, Kapuzinerkresse, Ringelblume, Schafgarbe und Taubnessel sind die Stars des ersten Sommermonats!

Juli: Kreuzschmerzen und Verspannungen haben keine Chance, denn ab Juli kann die Arnika gesammelt werden. Hauptsächlich äußerlich als Tinktur eingesetzt oder in der Homöopathie hilft sie zuverlässig gegen allerlei Wehwehchen. Daneben freuen sich auch Lavendel, Melisse, Ysop und Basilikum auf ein Wiedersehen mit eifrigen Sammlern.

August: Heidelbeere, Hopfen, Johannisbeere, Königskerze, die Früchte des Sanddorns (wahre Vitaminbomben) und Gänsefingerkraut können im achten Monat des Jahres gesammelt werden. Elkes Tipp: Blätter und Wurzeln des Gänsefingerkrautes als Wildgemüse kochen!

September: Brennesselsamen, Holunderbeeren, Brombeeren und die Löwenzahnwurzel stehen im September auf dem Ernteplan.

Oktober: Fans der Hagebutte (getrocknet als Tee oder die Früchte als Marmelade) können sich auf den Oktober freuen; außerdem finden Sie im Oktober auch den Sonnenhut in seiner ganzen Pracht vor.

November: Noch einmal der Liebstöckel, doch besonders Meerrettich ist der Hauptakteur des Novembers. Die scharfe Wurzel des Meerrettichs hilft gegen allerlei Infektionskrankheiten; sogar Grippeerregern bietet der Meerrettich Paroli, was ihn neben seiner Rolle in der Küche zu einem unschätzbaren Helfer in der Hausapotheke macht.

Dezember: Der letzte Monat des Jahres steht ganz im Zeichen der Wärme, denn sowohl Beifuß als auch Beinwell können hier gesammelt werden. Wer diese wärmeverbreitenden Heilpflanzen erstmal kennengelernt hat, möchte man sie nicht mehr missen!

 

Wir hoffen, unser Kräuterkalender verhilft Ihnen zu vielen ertragreichen Sammeltouren über das ganze Jahr! Mehr Kräuterwissen und natürlich entspannenden Urlaub in Tirol ganz im Zeichen der Kräuter gibt es bei uns im Kräuterhotel Hochzillertal in Kaltenbach!

 

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