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Achtung Doppelgänger: Bärlauch und Maiglöckchen unterscheiden lernen

15.04.2022

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Ob durch Zufall oder um den eifrigen Kräuterkundlern das Leben schwer zu machen, weiß man nicht, aber es ist nun einmal so: Viele der schmackhaften und heilwirksamen Pflanzen, die unsere einmalige Alpenwelt für uns bereithält, haben hochgiftige Doppelgänger. Besonders bei Pilzen und Beeren ist dies oft der Fall (und hat schon so manchen unzureichend informierten Sammler das Leben gekostet), doch heute stellen wir Ihnen zwei Pflanzen vor, die ebenfalls oft verwechselt werden: Bärlauch und Maiglöckchen.


Die eine schmackhaft, die andere tödlich


Von Anfang März bis Ende Mai ist endlich wieder Bärlauchzeit und Hobby- und Profiköche allerorts jubeln über das Heranwachsen dieses leckeren, gesunden Krauts, das der Legende nach Bärenkräfte verleiht und zu Recht auch als wilder Knoblauch bekannt ist. Doch die Freude über das frische würzige Grün und die damit verbundenen leckeren Gerichte wird bald getrübt. Denn das Maiglöckchen, das dem Bärlauch optisch sehr ähnlich ist, ist stark giftig und alle seine Pflanzenteile können starke Vergiftungserscheinungen bis hin zum Tod hervorrufen. Auch die Herbstzeitlose wird oft mit dem Bärlauch verwechselt und ist ebenfalls sehr giftig, wächst aber meist nicht am selben Ort, weshalb wir sie hier kurz außen vor lassen.

Also: aufpassen! Mit unseren Infos ist das Unterscheiden einfacher; wenn Sie sich aber nicht ganz sicher sind, kaufen Sie sich lieber Ihren Bärlauch auf dem örtlichen Bauernmarkt. Der schmeckt ebenso gut! Sollten Sie doch einmal aus Versehen Maiglöckchen anfassen, unbedingt gut Händewaschen und keine Schleimhäute oder die Augen berühren!


Bärlauch und Maiglöckchen unterscheiden


Eine gute Nachricht: Es gibt einen einfachen Test, um Bärlauch zu erkennen, denn die Blätter des Bärlauchs riechen beim Zerreiben nach Knoblauch, die Blätter von Maiglöckchen sind geruchlos. Beide haben weiße Blüten, doch die des Bärlauchs riechen im Grunde nach nichts, während die des Maiglöckchens einen starken blumigen Duft absondern. Nun die schlechte Nachricht: Der Geruchstest funktioniert nur beim ersten Mal. Der intensive Duft des Bärlauchs haftet an den Fingern und verfälscht danach die folgenden Duftproben!

Wenn nun die Nase nicht weiterhilft, bleiben die Augen: Bärlauch hat eine matte Blattunterseite und wächst in einzelnen Blättern direkt aus dem Boden, Maiglöckchen haben zwei Blätter pro Stiel und eine glänzende Blattunterseite.  Auch ein Blick in die Umgebung hilft: Bärlauch wächst nur in feuchten, schattigen Wäldern, während Maiglöckchen quasi überall sprießen (und deshalb leider auch neben und zwischen dem Bärlauch). Sind Sie also gerade bei sich im Garten, auf einer Wiese oder in einem trockenen Berggebiet zugange, sollten Sie mit der Ernte lieber noch etwas warten, bis Sie sich in baumreicheren Gefilden bewegen (und auch dort natürlich gut Acht geben).


Rezepttipp: Bärlauchpesto

Haben Sie sichergestellt, dass Sie wirklich Bärlauch Ihr Eigen nennen und möchten ihn schnell, einfach und schmackhaft verarbeiten, haben wir da etwas für Sie:

Einfach 200 g Bärlauch zusammen mit 25 g gerösteten Pinienkernen, 50 g geriebenem Parmesan, 1 TL Salz und 150–250 ml Olivenöl (je nach gewünschter Konsistenz) kräftig mixen und entweder portionsweise einfrieren, bis zu 2 Wochen luftdicht verschlossen im Kühlschrank lagern, oder gleich im Anschluss auf eine zünftige Portion Nudeln geben und genießen!

 

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